Die Ausbildungsbetriebe
Die Ausbildungsbetriebe des vae sind in zwei
unterschiedliche Bereiche unterteilt. Sie bieten beruflich
schwer vermittelbaren Jugendlichen und jungen Erwachsenen
die Möglichkeit zur Ausbildung als Maler und Lackierer
oder als Bürokaufmann/-kauffrau mit EDV-Spezialisierung
(drop-in-data).
Parallel unterstützt der Begleitende
Dienst der Ausbildungsbetriebe mit seiner allgemeinen sozialpädagogischen
Zielsetzung die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kontinuierlich
vom Beginn ihrer Ausbildung bis hin zu einem erfolgreichen
Abschluss. Bei der dafür notwendigen Förderung
von Realitätssinn und der Fähigkeit zu Kritik
und Selbstkritik spielt die dauerhafte Auseinandersetzung
mit persönlichen Schwierigkeiten, insbesondere den
arbeitsbezogenen, eine wichtige Rolle.
Darüber hinaus sollen die Jugendlichen
und jungen Erwachsenen befähigt werden, nach Abschluss
ihrer Ausbildung ein realitätsgerechtes und drogenfreies
Leben zu führen sowie sich mit den Rahmenbedingungen
des Arbeitsmarktes auseinanderzusetzen.
Angebote
Die Ausbildungsbetriebe befähigen im
Rahmen ihres Ausbildungsprogramms die Jugendlichen zu einer
reellen Chance der Integration auf dem Arbeitsmarkt. Die
Ausbildung verläuft in einem geschützten Rahmen,
die Anforderungen an die Auszubildenden haben jedoch "Ernstcharakter".
Der eigentlichen Ausbildung geht in beiden Ausbildungsbetrieben
eine dreimonatige Eingangsstufe voraus. Der Abschluss der
jeweiligen Ausbildungsgänge erfolgt durch eine Prüfung
vor der zuständigen Handwerkskammer bzw. der IHK.
Der Ausbildungsgang zum Maler und Lackierer
entstand durch die Vielzahl der Einrichtungen des vae, in
denen ständig Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten
notwendig sind. Der Regiebetrieb, der für unsere Einrichtungen
arbeitet besteht bereits seit 1986. Er verfügt über
eine Werkstatt, Übungsräume sowie ein Materiallager.
Die umfassende Ausstattung des Betriebs entspricht den in
der Privatwirtschaft geltenden Standards.
Die Übungsfirma drop-in-data, als Ausbildungsbetrieb
zum Bürokaufmann/kauffrau, entstand 1987. Sie arbeitet
nach kaufmännischen Gesichtspunkten und geltenden rechtlichen
Bedingungen mit anderen Übungsfirmen zusammen. Dies
geschieht über den Deutschen Übungsfirmenring,
über den sämtliche Geschäfte der Einrichtung
abgewickelt werden. Die Übungsfirma ist praxisersetzender
und berufspraktischer Bestandteil der Ausbildung in der
beruflichen Rehabilitation. Sie wird ergänzt durch
betriebliche Praktika in den einzelnen Fachabteilungen des
vae, durch betriebsinternen Unterricht sowie Praktika auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Zielgruppe
Zielgruppe der Ausbildungsbetriebe sind Jugendliche
und junge Erwachsene, die auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt
nicht oder nur schwer vermittelbar sind. Dazu zählen
u.a. ehemals Drogenabhängige, Sonderschüler, Lernbehinderte,
Personen ohne oder ohne ausreichenden Hauptschulabschluss
sowie ausländische Jugendliche und junge Erwachsene.
Finanzierung
Die Finanzierung der Einrichtung erfolgt nach
dem geltenden Pflegesatz.
Gesetzliche Grundlagen
Die rechtliche Grundlage für eine Aufnahme in eine Ausbildungseinrichtung ist die Maßnahme der Eingliederungshilfe nach §§ 53, 54 Abs. 1 Nr. 2 SGB XII in Verbindung mit §100 Abs. 1 Nr. 1 BSHG, Maßnahmen nach §§67, 68 SGB XII und §41 SGB VIII, Ausgestaltung §35a SGB VIII. |